Doku über Raser (hr)

Aussage eines Teilnehmers, der zum Punkteabbauseminar musste:

“Ich versuche halt in Zukunft bewusster zu fahren. Und nicht mehr soviel zu schnell. Soweit ich weiß darf man ja auf Autobahnen 20km/h zu schnell fahren und erst ab 21 gibts Punkte”

a) Er hat wohl Recht mit “erst ab 21 gibts Punkte” – ich hab’s nicht nachgeprüft. Ich hab mich mehr über b) “man darf … 20km/h” zu schnell fahren aufgeregt.

NEIN verdammte Axt – man darf nicht!!! Mit so einer Einstellung hat man einfach keinen Führerschein verdient! Nur weil es für geringe Überschreitungen noch keine Punkte gibt, heißt das noch lange nicht, dass das erlaubt ist! Gottverdammt!Und nur weil mans in nem neuen Auto net soooo doll merkt, dass man – ooooopsie – 40km/h zu schnell ist, ist das noch lange nicht weniger gefährlich als mit einem alten Auto.

UND: ABS verhindert beim Rasen keine Unfälle und ESP auch nicht! Und wenn man dann noch bedenkt, dass bei Rasereiunfällen meist der Raser mit seinem dicken Auto richtig Glück hat, sein Einschlagsziel aber meist nicht, dann ist obige Aussage einfach nur noch unverschämt!

*aufreg*

 

… Leute mit dieser Einstellung sorgen dafür, dass Rettungsdienste regelmäßig mehr oder weniger angematschte – oft auch unbeteiligte – Leute aus nem Auto schneiden oder von der Straße kratzen müssen…. son Arsch.

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4 thoughts on “Doku über Raser (hr)

  1. Fahren Sie ruhig schnell! Wir schneiden Sie raus. Ihre Feuerwehr.
    Die Sicherheitsfeatures machen wirklich nur, dass man sich im Grenzbereich wohler fühlt. Aber wenn man ihn überschreitet, ist ohne Vorwarnung sofort alles zu spät. Deshalb halte ich nichts davon.
    Ein Fahrsicherheitstraining wäre vielen Fahrern anzuraten. Etwas mehr Respekt vor den Verkehrsregeln und etwas mehr Rücksicht wären angenehm und würden einige Leben retten.
    Es bringt leider nichts, den Zeigefinger auf den Tisch zu klopfen und zu belehren. Entweder der jugendliche Wahn geht von alleine vorüber, oder man wird aus Schaden klug.
    Ich wünsche mir den Führerschein für Radfahrer. Schwere Unfälle passieren nämlich auch bei geringer Geschwindigkeit. Und wer nicht mal weiß, auf welcher Seite er fahren soll und wie man richtig abbiegt, hat auf der Straße nichts verloren.

  2. Wer außerhalb geschlossener Anstalten 20km/h zu schnell fährt wird in den seltensten Fällen geblitzt und muss kaum was bezahlen. Verboten hin oder her, das ist die vom Gesetzgeber einkalkulierte Toleranz und wird von praktisch jedem auf dem Berliner Ring (tagsüber Tempo 60) voll ausgeschöpft.

    Keine Ahnung, was man da machen kann und ob die 20km/h überhaupt einen Einfluss auf das Unfallrisiko haben. Aufregen hilft glaube ich nicht.

  3. Die vom Gesetzgeber einkalkulierte Toleranz beträgt bei Gewschindigkeiten unter 100km/h oder 120km/h 3km/h. Dass erst ab 20km/h zu schnell geblitzt wird, liegt daran, dass der Gesetzgeber erst an den dann anfallenden Strafen etwas verdient. Da sollte es Deutschland einfach mal unseren südlichen Nachbarn gleichtun und die Strafen richtig fett anheben – dann lohnt sich das auch unter 20km/h zu blitzen.

    Natürlich haben 20km/h einen Einfluss auf das Unfallrisiko. Die Leute fahren ja nicht nur auf ausgebauten, gut ausgeleuchteten, trockenen Ringstraßen während sie topfit und hochkonzentriert sind zu schnell. Das machen sie ja auch wenn sie müde sind, es regnet… usw. Je schneller man fährt, umso mehr Mist kann in der “Schrecksekunde” passieren, bevor man überhaupt handeln kann. Einfach Rechnung. Und je schneller man ist, umso schwerer sind die Verletzungen bei Unfällen PKW vs Fußgänger.

    Die Briten sind ja in ihren Verkehrssicherheitsspots nicht so zimperlich: http://www.youtube.com/watch?v=Cvja-PA5Egc

  4. Das Zauberwort heißt angepasste Geschwindigkeit. Wer auf absolut gerader und trockener Strecke bummelt, stellt eine ernsthafte Gefahr dar. Wer auf schlechter oder unübersichtlicher Strecke schnell fährt, ist keinen Deut schlimmer. Rücksicht, Vernunft und Übung braucht es, um sich im Verkehr so zu bewegen, dass keiner zuschaden kommt.

    Vorschriften gibt es wahrlich mehr als genug und sie werden auch von den meisten genau genug befolgt. Ich sehe ernsthaft keinen Handlungsbedarf, obwohl ich die Dinge aus Sicht des Fußgängers, Radfahrers und Autofahrers kenne. Qualitativ gesetzeskonforme Radwege wären echt freundlich. Eine bessere Fahrbahnmarkierung könnte in der Stadt die Verkehrsteilnehmer besser separieren (Abbieger und Geradeausfahrer). Aber auch hier hilft wieder etwas Rücksicht oder die Hupe.

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