Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Warum heißt die Krankschreibung eigentlich “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung” auf Verwaltungsdeutsch? – Klar! Den Wisch kriegt jemand vom Arzt, der arbeitsunfähig ist!

Denkste! Ich hab auch eine. Aber “arbeitsunfähig” im Sinne von “absolut nicht in der Lage zu arbeiten” bin ich nicht. Jetzt soll aber keiner sagen, ich mache blau! Ich bin erkältet und mein Arzt hat mich (nachdem ich ihn runtergehandelt hab) 3 Tage krank geschrieben – damit ich mich ausruhe und schneller wieder gesund werde.

Darum bin ich dafür, dass es mehrere Bescheinigungen gibt.

Zum einen natürlich die “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung”. Weil natürlich jemand mit hohem Fieber, einer gefühlten Kopfgröße “mittlerer Heißluftballon” und mindestens 5000 fleißigen Zwergenbergarbeitern darin nun wirklich nicht arbeitsfähig ist und natürlich auch als solches anerkannt werden sollte.

Aber es sollte auch eine “Genesungsbeschleunigungsbescheinigung” geben. Da könnte man dann auch irgendwie was nettes wie “Lieber Arbeitgeber! Ihr Mitarbeiter tut sich und Ihnen und allen Steuerzahlern etwas gutes: er ruht sich zu Hause aus und wird schneller gesund. Er behält seine Bazillen für sich und macht seine Kollegen nicht krank und er belastet das Gesundheitssystem weniger. Natürlich würde er gerne arbeiten kommen, aber ich habe ihn trotzdem krank geschrieben. Viele Grüße, der Arzt” 🙂

Jetzt bleibt in einer ideal ehrlichen Gesellschaft ein Problem: was macht den unser Arzt mit denen, die Krankfeiern? Und mir kann keiner erzählen, dass ein Arzt das nicht merkt, wann einer, der mit allgemeinem Gäähh und Rücken am Knie oder sowas kommt, wirklich krank ist oder einfach nur keinen Bock oder am Vortag zuviel gesoffen hat oder sowas. Man könnte in dem Fall eine “Arbeitsunwilligkeitsbescheinigung” ausstellen. Dann könnten die Arbeitgeber am Ende des Jahres mal zählen und schauen, ob ihre Arbeitnehmer denn auch gerne arbeiten und dann was verbessern, damit alle gerne arbeiten kommen, oder ein Freundenfest feiern, wenn sich keiner arbeitsunwillig schreiben ließ oder so….

 

Naja, man wird ja noch träumen dürfen 😛 (aka rumspinnen) – aber ne “Genesungsbeschleunigungsbescheinigung” hätte ich trotzdem lieber als eine “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung”. 😀

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3 thoughts on “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

  1. LOL, LOOOOL, nee, bitte nicht noch mehr verschiedene Zettel, Scheine und Formulare. Das Leben ist schon kompliziert genug.

  2. Dooohooch. Dann hab ich net son schlechtes Gewissen, wenn ich krank geschrieben werd, um schneller zu genesen.

  3. Ob man nicht mehr kann oder nicht mehr will, kann der Arzt nicht immer sagen. Oft weiß es der Betroffene sogar selber nicht. Alarmierend für den Betrieb ist beides.

    Die Genesungsbeschleunigungsbescheinigung sollte dir dein Chef ausstellen. Tut er es nicht, musst du dir halt den gelben Schein holen.

    Franky: Der Gesetzgeber ist bereits kreativ beim Schaffen neuer Zettel. Zum Beispiel das Beschäftigungsverbot für bestimmte Tätigkeiten. Eine Schwangere darf kein Blut abnehmen und auf Anordnung des Arztes nicht mal mehr rumlaufen. Oder das Attest vom Amtsarzt, dem es eigentlich völlig egal ist, ob du was hast.

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