Nicht, dass ich was dagegen hätte

“Bitte denken Sie nicht, dass ich was gegen Frauen als Ingenieure habe! Ganz im Gegenteil!” *blablabla

Ich habe das ab und an mal gehört und mir bisher auch nicht wirklich was dabei gedacht. Aber auf der SMACD habe ich das doch häufiger gehört und nun frage ich mich, was das wohl soll.

Jede Frau, die Naturwissenschaften oder Ingenieurswesen – insbesondere ET oder Maschbau – studiert, rechnet sicher mit Sprüchen ala Frauen und Technik. Man rechnet auch damit, dass das vielleicht mal einer ernst meint. Und dann sind wir vielleicht auch nicht nett zu den Leuten.

Aber was soll diese Versicherung, das Frauen als Ingenieure ok sind? Es heißt ja immerhin, das sich der Gesprächspartner darüber Gedanken macht. Und eigentlich ist das doch unnötig!

Meine Ideen dazu:

  1. Mein Gesprächspartner will mir versichern, dass ich eine gute Entscheidung getroffen habe. Warum auch immer – vielleicht sind manche Ingenieurinnen eher unsichere Charaktere.
  2. Mein Gesprächspartner will sich versichern, dass er nichts dagegen hat. Vielleicht weil er mal der Ansicht war, dass Frauen an den Herd gehören.
  3. Mein Gesprächspartner will nicht, dass ich denke, dass er denkt, dass Frauen keine guten Ingenieure sein können. Warum auch immer!

Vielleicht frage ich den Nächsten, der mir das sagt einfach mal. Bei der SMACD waren das nur ältere Männer. Aber ich habe das auch schon von Frauen gehört. Ich persönlich finde es in jedem Fall komisch.

 

 

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Sevilla – Day 9 and 10

Was zwei Tage? Ja zwei Tage! Weil ich nämlich am Sonntag faul war und nix gemacht hab außer rumliegen und meinen Koffer packen. Das ist nun einfach nix zum erzählen.

Dafür war die Rückreise um so spannender! Zum Flughafen in Sevilla war ja nicht so das Problem. Ich bin frühzeitig aufgebrochen und dann war das Warten auf den Bus auch nicht so schlimm. Am Flughafen gings dann los. Check in an Schalter 38 und 48. Aber 48 war nur Business. Also hab ich mich so hingesetzt, dass ich Schalter 38 im Blick hatte. Und dann haben die meinen Flug einfach nicht aufgerufen. Als dann das Gate feststand habe ich mal gesucht. Ach, heute Schalter 45. Nein – muss mir keiner sagen. Da alles geklappt hat, wars nicht sooooo schlimm.

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Sevilla – Day 8

So – heute erstmal ausschalfen. Das war auch wirklich nötig! Drei Tage lang immer früh raus und dann abends bis in die Puppen Social Eventing! 😉 Es hat wirklich Spaß gemacht, aber lange ausschlafen auch!

Bei der Stadttour hat uns die Stadtführerin die alten Pavillons der Expo von 1929 gezeigt. Da die Gebäude so schön waren, wollte ich unbedingt noch ein paar Fotos davon haben. Danach wollte ich gerne in die Casa Lebrija – aber da war schon zu. Also nochmal weiter: den Schatz der Bruderschaft von Macarena. Auch zu! Verd… Kacke aber auch!

In der Hitze hatte ich dann auch keine Lust mehr, draußen rum zu rennen. Also habe ich ein paar Lebensmittel eingekauft und bin zurück ins Hotel.

Am frühen Abend bin ich dann nochmal losgezogen und habe mir den Schatz angeschaut. Ich war ja schwer beeindruckt. Für die Marienstatue und die Christusstatue haben die mehrere Prozessionsgewänder, Juwelen, Silberkreuze und Leuchter und Zeugs und vieeel Bligbling. Aber auch viel zur Geschichte und zur Verehrung der speziellen Maria gab es. Der Eintritt hat sich auf jeden Fall gelohnt.

SMACD 2012 – Day 3

Letzter Tag Konferenz. Ein bisschen schade eigentlich. Zu Beginn wieder ein Plenary. Heute Helmut Graeb mit Worst Case Analysen. Sehr interessant, wenn auch vielleicht nicht ganz so unterhaltsam wie die anderen. Aber auch lustig. Mir hats auf jeden  Fall gut gefallen.

Danach ein paar Vorträge zu Veränderlichkeit von Parametern und Alterung. Sehr gut fand ich den Vortrag, der sich besonders um die genaue Modellierung auf Bauteilebene dreht. Ein weiterer Beitrag, in dem es auch um SVMs (meinen momentanen Forschungsgegenstand) ging, fiel leider aus, weil der Vortragende nicht da war. Sehr doof.

Nach dem Mittagsessen dann eine Plenumsdikussion mit den PLenary und Keynoterednern. Man war das depressierend. Irgendwie ist es keinem der Anwesenden so richtig gelungen auch die positiven Aspekte herauszustellen. Es ging ständig um das, was es in Zukunft wohl alles nicht mehr geben wird und nicht wirklich um die Chancen die dabei entstehen können. Gar nicht  schön!

Nachmittags noch eine Session zu Robustness, Test und Diagnose. Stellenweise ganz nett. Aber die Neuronalen-Netze-Leute die da sind, haben irgendwie kein Problem mit Heuristiken. *gwaahhh*

Und abends? Abends noch mit ein paar Leuten getroffen, die ich da kennengelernt hab. Tapas essen und gemütlich ins Hotel schlendern. Ein schöner Ausklang für eine sehr familiäre Konferenz. 2014 dann in Leuven!

SMACD 2012 – Day 2

Der Arbeitstag beginnt mit einem interessanten Vortrag von R. Rutenbar. Er beleuchtet nicht ganz humorlos was EDA kann und was (noch) nicht gemacht ist. Ich fand ja sehr schön, wie er die Unterschiede zwischen Analogis und Digitalos und Analog- und Digitaldesign vorgestellt hat. “Warum ist der Knick da?” vs “Keiner fragt in einem Digitaldesign nach Transistor 1 653 257.”

Danach habe ich mir die Session zu den Design Techniques angeschaut – aber wirklich interessant wars nicht. Und der Session Chair hat genervt *grml* Also ich meine halt wenn man schon fragt, dann sollte man vielleicht der Antwort auch zuhören. Just saying.

Nach dem Mittagsessen eine Keynote über Trends in Schaltungs/EM Cosimulation. Ich fand ja, dass der Redner seinem eigenen Anspruch, nämlich mit seiner Rede zu inspirieren, nicht gerecht wurde. Aber es war wenigstens nicht langweilig. Den restlichen Nachmittag habe ich mir dann in einer Session über Simulation und Modellierung auf Schaltungsebene vertrieben.

Abends stand dann das Galadinner auf dem Programm. Aber es gab nicht nur ein Dinner, sondern vorher noch eine Stadtführung und die Besichtigung des Navigationsmuseum. Das Museum möchte ich mit meinem Lieblingsmann nochmal besuchen, denn es war echt schön. Und uns hat man da so duch getrieben! Gemeinheit!

Anschließend haben wir vom Schindler Turm aus den Blick auf das nächtliche Sevilla genießen. Wieder unten gab es erstmal was zu trinken und leckere Tapas. Und dann sehr lecker zu essen: erst Risotto, dann vermutlich totes Oink in Whiskeysauce und leckeren Bisquit mit Schokocreme. Ommi!

Spät ists natürlich geworden und ich bin dann totmüde ins Bett gefallen.

SMACD 2012 – Day 1

Erster Tag meiner ersten Konferenz.

Der Plenary Talk am Morgen war klasse: Thema: from circuits to cancer. Eine wirklich ansprechende Präsentation über das, was man mit EDA/Cricuit Design/etc. in anderen Forschungsfeldern machen kann.

Dann die erste Paper Session. Die zweite Präsentation war meine und sie lief erstaunlich gut. Auch das Q&A war in Ordnung.

Lecker Essen und mehr Präsentationen und auch wahrscheinlich die schlechteste des Tages: ein Koreaner, der nur von einem Zettel versucht hat abzulesen, selbst aber wahrscheinlich kein Englisch sprach. Könnte auch die schlechteste Präsentation der Konferenz werden. Er hat in jedem Fall gut vorgelegt.

Abends dann der Welcome Cocktail. Also erst ein Rundgang durch das Viertel Santa Cruz und danach Getränke und Tapas auf dem Dach eines Hotels, das angeblich den besten Blick auf La Giralda bietet. Ich glaub das gerne.

Sevilla – Day 7

Montag ist Ruhetag! Zumindest bei so ziemlich allen Museen. Wir haben es daher auch ruhiger angehen lassen. Als erstes haben wir versucht gegen 10:00 noch eine Markthalle zu finden, die noch offen hat. Die erste in der Nähe der Stierkampfarena war so gut wie zu. Nur noch aufräumen, kein Verkauf mehr. Schade. Eigentlich sollte die doch die Beste sein!

Ein bisschen rumüberlegt. Da war doch was… die Pilze! Auch darin ist eine Markthalle untergebracht. Mit tourifreundlicheren Öffnungszeiten. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt mussten wir feststellen, dass dem nicht so ist. Auch hier hatten schon viele Stände geschlossen. Und es stank erbärmlich! Kategorie volle Babywindel. Das fanden wir dann wiederum so ekelhaft, dass wir die Sache mit den Markthallen ganz aufgaben. Eigentlich fanden wir das sehr schade, da wir uns wirklich gerne das Angebot angesehen hätten.

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