Sevilla – Day 4

Heute haben wir nicht viel gemacht, aber dafür lange 😉

Wir haben heute die Kathedrale von Sevilla besichtigt. Statt wie mancherorts gelesen 1,5 Stunden einzuplanen, haben wir gleich den ganzen Tag eingeplant – und auch dort verbracht.

Die Kathedrale von Sevilla wurde an Stelle der einstigen Hauptmoschee von Sevilla errichtet und das alte Minarett ist heute – nach einigen Umbauten – der Turm der Kathedrale. La Giralda, eines der Wahrzeichen Sevillas. Die Kathedrale selbst ist ein riesiger Bau der Spätgotik mit gefühlt tausend Kapellen. Und mit einem Audioguide in der Hand kriegt man auch zu fast jeder etwas erzählt. Ich fand das ganze sehr interessant.

Wir haben heute von Gotik über Renaissance und Barok bis hin zum Klassizismus war so ziemlich alles gesehen. Auch in so ziemlich allen Formen: Altäre, Chorgestühl, Mausoleen, etc, pp. In der Kathedrale liegen heute Christoph Columbus und sein Sohn begraben. Ersterer unter einem Riesenmonument mit 4 Sargträgern aus Bronzen und grundsätzlich ziemlich viel Pomp, letzterer liegt unter einer schlichten Bronzeplatte, weil er der Kirche seine gesamte Bibliothek vermacht hat. Leider ist der große Hauptaltar momentan verhüllt und eingerüstet und wird es wegen umfangreicher Reinigungsarbeiten leider auch die nächsten zwei Jahre wohl noch sein. Dann möchte ich aber unbedingt nochmal hin, weil ich nämlich den wahrscheinlich größten gotischen Schnitzaltar heute verpasst habe.

Natürlich sind wir auch auf den Turm gestiegen. Steigen ist dabei relativ, da man bis kurz unterhalb der Aussichtsplattform über Rampen gelangt. Dies – so haben wir bereits vorher erfahren – war so, damit berittene Boten die Turmspitze erreichen konnten. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick über Sevilla. Nur gibt es leider nicht sooo viel zu sehen, da die Stadt eine recht einheitliche Höhe hat. Einzig ein Hochhausbau ragt ziemlich unpassend in den Himmel.

Ich fand auch den Orangengarten der Kathedral sehr schön. Dieser Garten war ursprünglich der Vorhof der Moschee. Es gibt hier mehrere Brunnen und jeder Orangenbaum ist über ein Netz aus kleinen Kanälchen mit den Brunnen verbunden. Leider scheint es so, als habe man das alte Bewässerungssystem inzwischen ersetzt, so dass alle Kanäle trocken liegen und man nur vereinzelt die Schläuche einer modernen Bewässerungsanlage sieht.

Was mich heute richtig gestört hat, war das ständige geblitze in der Kathedrale. Ich kann ja verstehen, dass man schöne Erinnerungsfotos haben will. Aber zum einen ist die Verwendung des Blitzes in der Kathedrale untersagt und zum anderen bringt der Blitz meist nichts. Zumal die meisten Kompaktkameras hatten oder den eingebauten Blitz ihrer Spiegelreflex verwendet haben. Zum einen bringen diese Blitze bei einigen Objekten in der Kathedrale absolut nichts. Die hohen, aus dunklem Holz gebauten und über und über mit Schnitzereien verzierten Orgeln lassen sich damit nicht besser ablichten. Und für die ausgestellten Bilder ist es einfach nicht gut, wenn da ständig einer blitzt – die Farben verblassen schneller. Und es nervt, wenn ich ständig angeblitzt werde! 😦

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